Münster macht den Fußverkehrs-Check

Münster hat als eine von zwölf Kommunen vom Landesverkehrsministerium den Zuschlag zur Teilnahme am „Fußverkehrs-Check NRW 2021“ erhalten. Landesweit gab es 41 Bewerbungen.

Die sich aus dem Check ergebenden Handlungsempfehlungen sollen laut Pressemitteilung der Stadt Münster auch Eingang in den gesamtstädtischen, integrierten Masterplan Mobilität Münster 2035+ finden.

Die Stadt- und Verkehrsplanung der letzten Jahrzehnte war klar autozentriert, Fußgänger*innen wurde nicht viel Platz eingeräumt. … Die Fußverkehrs-Checks NRW unterstützen die kommunale Fußverkehrsförderung …, Probleme und Sichtweisen zur aktuellen Fußverkehrs-Situation auszutauschen und neue Lösungsansätze und Ideen gemeinsam zu diskutieren. Durch den Dialog zwischen Verwaltung, Politik, Anwohner*innen und verschiedenen Zielgruppen stärkt die Verwaltung die Beteiligungskultur in der Kommune. So können Städte, Kreise und Gemeinden in NRW in die Fußverkehrsförderung einsteigen und gleichzeitig die Bürgerbe­teiligung vorantreiben.

Zukunftsnetz Mobilität NRW

Mit dem Fußverkehrs-Check soll für die Belange der Fußgängerinnen und Fußgänger im Verkehrsgeschehen sensibilisiert und, gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern, Verbesserungsmöglichkeiten herausgearbeitet werden. Mögliche Fragestellungen sind: wo befinden sich Gefahrenstellen, wo hapert es an der Barrierefreiheit, wo haben die Gehwege eine unzureichende Qualität oder wo gibt es Schwierigkeiten beim Überqueren einer Straße? Mit mehr Bürgerbeteiligung möchte die Stadt Münster schlussendlich Gemeinsam Zukunft gestalten.

Kernstück des Fußverkehrs-Checks sind zwei Begehungen von beispielhaften Routen in der Innenstadt. Direkt vor Ort können die Teilnehmenden auf Probleme hinweisen und Ideen oder Lösungsansätze diskutieren. Gefragt sind alle, von den Kindern bis zu den Seniorinnen und Senioren, aber auch Fachleute der Verwaltung, Politik oder Verkehrsverbände.

Zum Fußverkehrs-Check gehören neben den Begehungen auch ein Auftakt- und ein Abschluss-Workshop. Nach einer Stärken-Schwächen-Analyse wird dabei mit den Bürgerinnen und Bürgern wie auch den Experten ein Maßnahmenplan erarbeitet, der nach Prioritäten gegliedert wird.

Die Fußverkehrs-Checks sind ein Angebot des „Zukunftsnetz Mobilität NRW“, dem landesweiten Unterstützungsnetzwerk für nachhaltige Mobilitätsentwicklung. Die verschiedenen Etappen des Checks in Münster werden vom Fachbüro Planersocietät aus Dortmund begleitet. Die Kosten übernimmt das Ministerium für Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen.