Kommunalwahl 2020 Fußverkehrsbüro

Fußverkehrsbüro für Münster

Fahrradstadt“ Münster? Aus unserer Sicht soll Münster eine Stadt werden, in der jede Form der umweltverträglichen Fortbewegung gefördert wird: Fußverkehr, Radverkehr und ÖPNV. Und in der alle, die diesen Anspruch haben, sich repräsentiert und in der Politik vertreten fühlen. Deshalb fordern wir für Münster ein Fußverkehrsbüro.

Dieses Büro muss die Unterstützung des Bürgermeisters haben, in der Nähe von Planungsfachleuten agieren und über die erforderlichen Kompetenzen verfügen. Es muss das Mandat haben, andere Ämter anzusprechen und mit in die Arbeit einzubeziehen. Es muss einen eigenen Etat haben*. Es muss mit dem Fahrradbüro und den Verkehrsbetrieben (Bus und Bahn) eng zusammenarbeiten (Intermodalität).

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Antworten von Volt Münster, FDP Münster, ÖDP Münster, Grüne Münster, DIE LINKE. Münster, Münster Liste – bunt und international

Volt Münster

Das Konzept des Fußverkehrsbüros ist uns tatsächlich neu, aber in Hinblick auf unsere Ziele und Forderungen im Bereich Mobilität ist so eine wichtige Koordinationsstelle durchaus auch in unserem Interesse.

FDP Münster

Wir setzen uns für die Schaffung eines eigenständigen Amts für Mobilität ein, welches alle Verkehrsträger gebündelt im Blick hat. Von dieser engen Vernetzung profitieren auch Fußgänger:innen.

ÖDP Münster

Die ÖDP möchte einen Umweltverbund-Beauftragten oder ein entsprechendes Büro, das alle nachhaltigen Fortbewegungsformen unterstützt und diese gemeinsam weiterentwickelt. Ansonsten droht eine Segmentierung des Umweltverbundes, was die Position nachhaltiger Mobilität tendenziell schwächen könnte. Innerhalb dieses kombinierten Büros müssen selbstverständlich alle Fortbewegungsformen des Umweltverbundes gleichberechtigt berücksichtigt werden und ihre jeweils eigenen Ansprechpersonen besitzen.

Bündnis 90 / Die Grünen Münster

Ja, eine solche Einrichtung kann sinnvoll sein, insbesondere, um die Wichtigkeit des Themas zu betonen. Sie muss jedoch wie das Fahrradbüro integriert sein. Die Förderung des Fußverkehrs muss wie die Förderung des Radverkehrs eine Querschnittsaufgabe sein.

DIE LINKE. Münster

Wir sind ebenfalls der Meinung, dass Mobilität übergreifend gedacht werden muss und nicht aneinander vorbei geplant werden darf. Städtische Planung sollte konsequent den klimafreundlichen Umweltverbund stärken und nicht mehr den klimaschädlichen motorisierten Individualverkehr. Beauftragte und feste Zuständigkeiten in der Stadtverwaltung, die bspw. das Thema Fußverkehr oder Radverkehr im Blick behalten und in alle relevanten Prozesse mit einbezogen werden, damit diese Themen bei jeder neuen Planung im Vordergrund stehen und nicht vergessen werden, halten wir daher für sinnvoll.

Münster Liste – bunt und international

Das größere Defizit im Umweltverbund sehen wir im Fußverkehr. Die sächsische Stadt Leipzig hat unseres Wissens nach den ersten „Fußverkehrsbeauftragten“ in einer deutschen Kommune beschäftigt. Aus der Fernsicht durchaus mit Erfolg. Die Münster Liste – bunt und international möchte trotzdem kein Fußverkehrsbüro in Münster einrichten, obwohl aus unserer Sicht zunächst ein*e Fußverkehrsbeauftragte*r auch für Münster sinnvoll wäre.

Statt des von FUSS e.V. Münster geforderten Fußverkehrsbüro wäre für uns eine unabhängige Institution für den Umweltverbund im Verkehr wünschenswert. Sie könnte von transparenten und allen Menschen offenen Verkehrs- und Umweltvereinigungen unserer Stadt, organisiert in einem Stadtverband Verkehr, getragen werden. Gemäß unseres Konzeptes „Kommune selbst verwaltet“ würde sie maßgeblichen Einfluss auf alle verkehrsrelevanten Planungen und Umsetzungen in der Stadt nehmen können. Die neue selbst verwaltete Institution sollte mit Hauptamtlichen besetzt sein, deren finanzielle Absicherung und Tätigkeit zumindest über die Zeit der jeweiligen Kommunalwahlperiode gesichert sein muss.


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* Die Forderung „Es muss einen eigenen Etat haben“ haben wir nachträglich ergänzt. Sie wurde nicht an die Parteien verschickt.

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