Posts by Thorsten

    Gehwege Alles über die richtige Breite

    Wie breit muss ein Gehweg sein? Das ist eine der meistgestellten Fragen an uns. Wir haben die Regeln in einer 14-seitigen Broschüre zusammengefasst. Am wichtigsten ist der Breitenstandard für stadttypsiche Wege von 2,50 Metern. Die Broschüre gibt es zum Download hier.

    Broschüre „Parken auf Gehwegen

    Zu den rechtlichen Regelungen und Möglichkeiten beim Gehweg-Parken bestehen teils erhebliche Wissenslücken - nicht nur bei Menschen, die zu Fuß oder im Auto unterwegs sind, sondern auch in Verwaltung und Politik. Die Broschüre stellt ausführlich dar, wo das Parken auf Gehwegen leider erlaubt und wo es verboten ist, undwas Verstöße kosten. Viele Kommunen geben bisher Teile von Gehwegen zum Parken frei, auch wenn sie das gar nicht dürfen. Dazu werden die einschlägigen Vorschriften allgemeinverständlich erklärt und relevante Gerichtsurteile zitiert. Außerdem zeigen wir Lösungswege, wie "Parkdruck" auch auf legale Weise gemindert werden kann.

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    Download:

    Parken auf Gehwegen: Problematik, Rechtslage, Handlungsbedarf

    Fachverband Fußverkehr Deutschland FUSS e.V.

    15. Juni 2022 – zweite, erweiterte Auflage

    Gemeinsames Hinweispapier von Städtetag NRW, Städte- und Gemeindebund NRW, AGFS NRW und Zukunftsnetz Mobilität NRW

    Mit der „Zweiten Verordnung zur Änderung der Verordnung über Zuständigkeiten im Bereich Straßenverkehr und Güterbeförderung“ ermächtigt die Landesregierung seit dem 19. Februar 2022 die zuständigen örtlichen Behörden in Nordrhein-Westfalen dazu, selbstständig eine Festlegung der Gebührenhöhe für das Bewohnerparken vorzunehmen. Bei der Festsetzung der Gebühren kann nunmehr gemäß § 6a Abs. 5a S. 3 Straßenverkehrsgesetz neben dem Verwaltungsaufwand auch die Bedeutung der Parkmöglichkeiten, deren wirtschaftlicher Wert oder der sonstige Nutzen der Parkmöglichkeiten für die Bewohnerinnen und Bewohner angemessen berücksichtigt werden.


    Für Kommunen mit bestehenden oder geplanten Bewohnerparkregelungen stellt sich nun ganz konkret die Frage, wie hoch die jährliche Gebühr im Hinblick auf die örtlichen Gegebenheiten für einen Bewohnerparkausweis zukünftig sein soll. Welche Ziele einer nachhaltigen Stadt- und Verkehrsentwicklung können durch die Gebührenhöhe möglicherweise gefördert werden? Wie kann die Akzeptanz der betroffenen Bewohnerinnen und Bewohner erreicht werden? Ist eine schrittweise Gebührenanpassung notwendig? Auf welchen Wegen ist die Gebührenanpassung zu kommunizieren?


    Gemeinsam mit der AGFS NRW, dem Städtetag NRW und dem Städte- und Gemeindebund NRW hat das Zukunftsnetz Mobilität NRW ein Hinweispapier zur Ermittlung geeigneter Gebührenhöhen erarbeitet. Neben der Vorstellung verschiedener Berechnungsansätze ordnet das Hinweispapier das Bewohnerparken und die Festlegung der Gebührenhöhe in den verkehrs- und stadtplanerischen Kontext ein.


    ZNM-Hinweispapier-Bewohnerparken.pdf

    Die Bezirksvertretung Münster Mitte möge Folgendes beschließen:

    1. Die Verwaltung wird aufgefordert Punkt zwei des Antrags A-R/0075/2020 unverzüglich im Stadtbezirk Mitte umzusetzen.
    2. Die Markierungsarbeiten für das bei einem Ortstermin mit Ratsfrau Andrea Blome und BV Mitglied Kai Meyer vor dem Esche am 27.08.2021 besprochene „Fair parken“ nach dem Karlsruher Modell werden mit Beginn der Sommerferien begonnen.
    3. KFZ die vor abgesenkten Bordsteinen, in Halteverboten oder auf Radwegen halten oder parken werden ab sofort abgeschleppt.
    4. Parken oder Halten auf Gehwegen wird unter einer Restbreite von 2,5 m ab sofort nicht mehr geduldet. Im Übergangszeitraum Mai 2022 und Juni 2022 wird gleichzeitig mit dem Bußgeldbescheid darauf hingewiesen, dass ab Juli 2022 entsprechend abgestellte Fahrzeuge abgeschleppt werden.
    5. Die Punkte 1, 3 und 4 sind auch nach Einbruch der Dunkelheit und an den Wochenenden sowie Feiertagen umzusetzen.

    Mit dem Beschluss des Hauptausschusses zur Vorlage V/0728/2020/1 „Grundsatzbeschluss für ein integriertes Parkraumkonzept Münster“ wurde die Verwaltung beauftragt, zeitnah zwei Modellprojekte für ‚faires Parken‘ in den Wohngebieten Hansa-Hafen-Viertel und Kreuzviertel zu entwickeln. Dabei soll sich die grundsätzliche Ausrichtung am ‚Karlsruher Modell‘ orientieren, um eine problemlose und komfortable Nutzung der Geh- und Radwege und Konfliktreduzierung auf der Fahrbahn bei gleichzeitigem Erhalt möglichst vieler Parkmöglichkeiten zu ermöglichen.


    Ergänzend liegen der Verwaltung verschiedene Anregungen nach § 24 GO NRW zum ‚Fairen Parken‘ im Kreuzviertel und zur Ausweisung der in Tempo-30-Zonen üblichen Rechts-vor-Links-Regelung vor. Mit dem Antrag A-M/0008/2022 der Bezirksvertretung Münster-Mitte vom 25.04.2022 wird die Verwaltung aufgefordert die Verkehrssicherheit für den Fußverkehr zu stärken und die Lebensqualität in den Wohnquartieren zu steigern und konkret in Ziffer 2 die Markierungsarbeiten auf der Melchersstraße mit Beginn der Sommerferien zu beginnen. Die weiteren Punkte des Antrags werden in einer separaten Stellungnahme der Verwaltung beantwortet.

    Zählen, damit die Menschen zu Fuss nicht unterschätzt werden


    Die Forschung «Empfehlungen zur Zählung des Fussverkehrs» wurde im Auftrag der SVI von Christian Pestalozzi (Pestalozzi&Stäheli gmbH), Daniel Sauter (Urban Mobility Research) und Dominik Bucheli (Fussverkehr Schweiz) durchgeführt.

    Untersucht und getestet wurden alle am Markt verfügbaren Technologien zur automatisierten Zählung. Weiter wurden Typenganglinien und Hochrechnungsfaktoren für den Fussverkehr entwickelt.

    Der Bericht kann online bezogen werden.

    Die Bundesstadt Bonn

    hat zum nächstmöglichen Zeitpunkt

    für das Stadtplanungsamt

    eine Stelle als

    Verkehrsplaner*in für den Fußverkehr- Entgeltgruppe 11 TVöD -

    zu besetzen.


    Die UN- und Beethovenstadt Bonn, in der mehr als 333.000 Menschen leben, zeichnet sich durch eine hohe Lebensqualität aus.

    Als wachsende Stadt steht Bonn jedoch vor der besonderen Herausforderung, unter der Rahmenbedingung des Wachstumsdrucks auch künftig eine umwelt- und sozialverträgliche sowie bürgerschaftlich akzeptierte Entwicklung zu gewährleisten. Die umweltverträgliche Bewältigung der urbanen Mobilitätsbedürfnisse nimmt dabei eine Schlüsselrolle ein. Dies gilt insbesondere im Zusammenhang mit den Zielen der Bundesstadt Bonn zur Klimaneutralität bis zum Jahre 2035.


    Daher hat der Rat der Bundesstadt Bonn die Umsetzung der Ziele des Bürgerbegehrens Radentscheid Bonn beschlossen, um damit insbesondere die Infrastruktur für den Rad- und Fußverkehr in den nächsten Jahren entscheidend zu verbessern.


    Für die Abteilung „Mobilität und Verkehr“ des Stadtplanungsamtes ist die Förderung einer umweltverträglichen, Verkehrsträger übergreifenden Mobilität - integrierte Mobilitätsentwicklung - das zentrale Handlungsfeld.


    Die hier ausgeschriebene Stelle ist im Sachgebiet „Mobilitätsmanagement und Nahmobilität / Radverkehr“ angesiedelt und wird sich mit den konzeptionellen Weiterentwicklungen aller Planungen zur Erreichung der verschiedenen Ziele im Bereich des Fußverkehrs befassen.


    Ihre Aufgaben:

    • Erstellung von Konzepten zur Förderung und Stärkung des Fußverkehrs
    • Beratung bei verkehrsplanerischen Aufgaben mit spezifischem Augenmerk auf die Belange des Fußverkehrs
    • besondere Berücksichtigung der Belange von in ihrer Mobilität beeinträchtigten Personen, Senioren und Kindern
    • Durchführung und Begleitung von Fußverkehrschecks gemeinsam mit dem Zukunftsnetz Mobilität NRW und dem FUSS e. V.
    • Erstellen von Fachpräsentationen, Grafiken und Plänen für Bürgerinformationen und politischen Gremien
    • Erstellung und Durchführung von Kampagnen und Öffentlichkeitsarbeit zur Stärkung des öffentlichen Bewusstseins für den Fußverkehr
    • Netzwerkaufgaben und Kommunikation
    • Vertreten der Arbeitsergebnisse in politischen Gremien und in der Öffentlichkeit.

    Ihre Qualifikation:

    • abgeschlossenes Hochschulstudium Verkehrswesen, Bauingenieurwesen, Stadt- und Regionalplanung, Geografie oder ein vergleichbarer Studiengang jeweils mit nahgewiesener Vertiefung Verkehrsplanung oder einschlägiger Berufserfahrung in der Verkehrsplanung.

    Ihre Fähigkeiten:

    • fundierte Kenntnisse in der Verkehrsplanung im Sektor des Fuß- und Radverkehrs
    • gute CAD- und Office - Kenntnisse
    • planungsrechtliche Grundkenntnisse sind erwünscht
    • Teamfähigkeit, Verhandlungsgeschick sowie Durchsetzungs- und Konfliktfähigkeit
    • strukturierter, konzeptionell ausgerichteter Arbeitsstil
    • souveräner Umgang mit moderner Kommunikationstechnik
    • gutes Ausdrucksvermögen in Schrift und Wort, argumentationssicheres Auftreten in Besprechungen
    • überzeugendes Präsentieren von Planungen und Konzepten in öffentlichen Veranstaltungen und politischen Gremien.

    Aufgrund der aktuellen verkehrs- und umweltpolitischen Diskussionen zur Mobilitätswende befindet sich die kommunale Verkehrsplanung der Stadt Bonn in einem spannenden Prozess der Neuausrichtung. Ein aktives Mitwirken an der Gestaltung des Wandels ist gewünscht, eine hohe Veränderungsbereitschaft wird erwartet.


    Gemäß Landesgleichstellungsgesetz und Gleichstellungsplan der Bundesstadt Bonn werden Bewerbungen von Frauen für diese Stelle bei gleicher Eignung, Befähigung und fachlicher Leistung bevorzugt berücksichtigt, sofern nicht in der Person eines Mitbewerbers liegende Gründe überwiegen.


    Die Bundesstadt Bonn verfolgt das Ziel, die Vielfalt der Bevölkerung auch in der Stadtverwaltung abzubilden und setzt sich daher aktiv für Chancengleichheit und Diversität ein. Vielfalt ist ein wichtiger Teil unserer Unternehmenskultur und wir sind bestrebt, ein offenes Arbeitsumfeld zu pflegen, das Menschen unabhängig von ihrer ethnischen, kulturellen und sozialen Herkunft, ihres Alters, ihrer Behinderung, ihrer Religion sowie ihrer sexuellen oder geschlechtlichen Identität gleiche Chancen bietet.


    Wir bestärken Menschen mit einer Migrationsbiografie sich zu bewerben, da wir ihren Anteil in allen Bereichen und Ebenen erhöhen möchten. Bewerbungen von Menschen mit Behinderung sind erwünscht.


    Das bieten wir:

    • ein modernes Personalentwicklungskonzept
    • umfangreiche Fortbildungsmöglichkeiten
    • betriebliches Gesundheitsmanagement
    • die Möglichkeit zum Erwerb eines Jobtickets
    • einen sicheren Arbeitsplatz in einer modernen Kommunalverwaltung.

    Bewerbungsunterlagen

    Bitte bewerben Sie sich ausschließlich über das Online - Stellenportal der Bundesstadt Bonn (karriere.bonn.de). Die Erfassung per Mail oder Post übersandter Bewerbungen ist grundsätzlich nicht möglich.

    Ihrer Online - Bewerbung fügen Sie bitte folgende Unterlagen bei:

    • ein Bewerbungsanschreiben
    • einen tabellarischen Lebenslauf
    • Abschlusszeugnis (Studium etc.)
    • Ausbildungs- und Arbeitszeugnisse soweit vorhanden.

    Kontakt:

    Für fachliche Rückfragen zur Position stehen Ihnen beim Stadtplanungsamt Dirk Delpho unter der Rufnummer 0228 - 77 25 20 zur Verfügung.

    Für Auskünfte zum Bewerbungsverfahren steht Ihnen beim Personal- und Organisationsamt Andreas Dickmann unter der Rufnummer 0228 - 77 34 23 zur Verfügung.


    Bewerbungsfrist

    Die Bewerbungsfrist endet am 13.05.2022.

    In den letzten Tagen und Wochen war in Pressemitteilungen der Polizei Münster sowie der entsprechenden Berichterstattung in den lokalen Medien von Unfällen unter Beteiligung von Radfahrer*innen und Autofahrer*innen zu lesen. Auffällig dabei war, dass die Unfallursache in den meisten Fällen die Missachtung der Vorfahrt der Unfallopfer (Radfahrer*innen) durch Autofahrer*innen war. Bei diesen Abbiegeunfällen wurden die Unfallopfer leicht bis schwer verletzt. Nicht zuletzt handelte es sich bei den Radfahrer*innen auch um Kinder.

    Die Sicherheit von Kindern im Straßenverkehr hat sich in den letzten Jahrzehnten deutlich verbessert. Eine genaue Lokalisierung der Unfälle, an denen Kinder beteiligt waren, offenbart jedoch regionale Unterschiede. Die BASt untersuchte deshalb die räumliche Verkehrsunfallsituation von Kindern im Alter von 0 bis 14 Jahren, die als Fußgänger, Radfahrer oder Pkw-Insassen verunglückt sind. Nach den beiden vorherigen Veröffentlichungen zu den Zeiträumen 2001–2005 sowie 2006–2010 bezieht sich der dritte Kinderunfallatlas auf die Zeitspanne von 2015–2019.


    Kinderunfallatlas 2015-2019

    BASt - Forschung kompakt - Kinderunfallatlas 2015-2019


    Dieser Bericht steht auch kostenfrei im elektronischen BASt-Archiv ELBA zur Verfügung.

    OPUS 4 | Kinderunfallatlas 2015-2019

    2021 standen Gesundheit und Sicherheit im Fokus der EUROPÄISCHEN MOBILITÄTSWOCHE (EMW). Das Motto „Aktiv, gesund und sicher unterwegs“ möchte Kommunen dazu anregen, mit Menschen vor Ort zu den Themen Sicherheit und Gesundheit im Verkehr ins Gespräch zu kommen. Wie diese Themen zusammenhängen und welche Aktionen möglich sind, stellen wir hier zusammen.


    Alle Dokumente zur Veranstaltung finden Sie im Downloadbereich auf der EMW-Webseite.


    Nachlese zum ersten EMW-Online-Seminar 2021

    Präsentation Motto 2021: Aktiv, gesund und sicher unterwegs (PDF | 2,3 MB)

    Im Frühjahr 2021 wurde durch den Hauptausschuss der Stadt Münster entschieden, die Bevorrechtigung der Promenade im Rahmen eines Verkehrsversuchs an der Querung Neubrückentor zu testen (V/0248/2021 „Verkehrsversuch Promenadenbevorrechtigung – Neubrückentor“). Hintergrund war der Beschluss der Vorlage V/0522/2018 „Konzept zur Bevorrechtigung des Radverkehrs an den Promenadenquerungen“. Der Verkehrsversuch wurde am 02.08.2021 begonnen

    [...]

    Der Rückbau in den Altzustand erfolgte in den Herbstferien 2021. So wie auch der Start des Versuchs bewusst in die Sommerferienzeit gelegt wurde, wurde der verkehrsärmere Zeitraum in den Herbstferien (weniger MIV, kein Schülerverkehr) genutzt, um den Verkehrsteilnehmenden eine sanfte Rückgewöhnung zu ermöglichen.

    Planungs- und Baubeschluss

    Beschlussvorschlag:

    1. Die Verwaltung wird beauftragt, die Möglichkeiten einer Promenadenbevorrechtigung für den Radverkehr mittels eines Verkehrsversuches am Knotenpunkt Promenade/Neubrückentor für die Dauer von mindestens 8 Wochen zu testen.
    2. Die Verwaltung wird beauftragt, geeignete Kommunikations- und Beteiligungsverfahren für diesen Versuch in Verbindung mit den weiteren, für 2021 geplanten innerstädtischen Verkehrsversuchen durchzuführen.

    Begründung:

    Hintergrund, Auswahl des Knotenpunktes und gutachterliche Überprüfung Mit der Vorlage V/0522/2018 „Konzept zur Bevorrechtigung des Radverkehrs an den Promenadenquerungen“ wurde die Verwaltung beauftragt den Radverkehr auf der Promenade durchgängiger zu führen und hierfür ein Querungskonzept unter Beachtung gesamtverkehrlicher und stadtgestalterischer Belange zu erarbeiten. Zunächst ist dies für die Querungsstellen Am Kreuztor, Neubrückentor, Hörstertor und Salzstraße vorzusehen.

    Utrecht - Lösung für sämtliche Herausforderungen moderner Städte möchte der Niederländer das Fahrrad allerdings nicht verstanden wissen. Im Gegenteil. Radfahren stellt Amsterdam und Utrecht, wo es mehr Fahrräder als Menschen gibt, längst vor neue Probleme. „Da jeder zum Bahnhof radelt, fehlt es an Abstellmöglichkeiten“, leidet Utrecht laut Ronald Tamse am Erfolg der Verkehrsalternative. „Das geht seit den 1980er-Jahren so. Wir hinken hinsichtlich der Infrastruktur immer dem Bedarf hinterher.“ Zwar wird Ende des Jahres 2019 der weltweit größte Radparkplatz mit 12.500 Stellplätzen eröffnet, doch auch das löse die Probleme nicht dauerhaft. „Während andere Städte noch dabei sind, das Radfahren zu fördern, wollen wir die Niederländerinnen und Niederländer verstärkt zum Gehen bewegen“, erklärt Tamse. So solle etwa die Strecke zum geplanten Grün-Erholungsraum am anderen Ende des historischen Stadtkerns zu einer einladenden Flaniermeile mit zahlreichen Attraktionen werden.


    Ohne Datum, Der VCÖ - Mobilität mit Zukunft

    Und jetzt kommt das Gehen - Mobilität mit Zukunft

    Am 25.0.2021 einstimmig geändert beschlossen:


    Der Ausschuss stimmte sodann, der so geänderten Vorlage einstimmig zu:

    I. Sachentscheidung:

    1. Die Verwaltung wird beauftragt, im öffentlichen Verkehrsraum 1.000 Fahrradabstell-plätze (entspricht 500 Fahrradanlehnbügeln) in den innenstadtnahen Quartieren und den Stadtteilzentren vorrangig durch Wegfall von ca. 100 Kfz-Stellplätzen zu schaffen jährlich 3.000 Fahrradabstellplätze (entspricht 1.500 Fahrradanlehnbügeln) in der Altstadt, den innenstadtnahen Quartieren, den Stadtteilzentren und an Bushalte-stellen vorrangig durch Wegfall von Kfz-Stellplätzen zu schaffen.
    2. Die Standortfestlegung richtet sich nach dem vorherrschenden (Fahrrad-)Parkdruck in den Quartieren.
    3. Ein Teil der für das Programm entfallenden Kfz-Stellplätze werden durch sogenannte Car Bike Ports belegt, die öffentlichkeitswirksam für jeweils 6 Wochen und an wechselnden Standorten auf den Flächenverbrauch durch parkende Kfz hinweisen.
    4. Die Verwaltung legt am Ende des ersten Jahres der Maßnahme eine Evaluation über die Umsetzung der Maßnahme und die Verteilung der neu gebauten Fahr-radabstellplätze im Stadtraum vor.
    5. Die Verwaltung wird zudem beauftragt, eine Strategie zum Umgang mit soge-nannten Schrottfahrrädern zu erarbeiten und diese im Stadtgebiet sukzessive zu entfernen.

    Stadt Münster: Verkehrsplanung - In Münster unterwegs mit dem Rad - Parkmöglichkeiten

    Beschlussvorschlag:

    1. Die Verwaltung wird beauftragt, im öffentlichen Verkehrsraum 1.000 Fahrradabstellplätze (entspricht 500 Fahrradanlehnbügeln) in den innenstadtnahen Quartieren und den Stadtteil-zentren vorrangig durch Wegfall von ca. 100 Kfz-Stellplätzen zu schaffen.
    2. Die Standortfestlegung richtet sich nach dem vorherrschenden (Fahrrad-)Parkdruck in den Quartieren.

    Hier aufgenommen, da das Stellplatzprogramm die Gehwege von abgestellten Fahrrädern befreit und so wieder (besser) für den Fußverkehr benutzbar macht.

    Beschlussvorschlag:

    1. Die Verwaltung wird beauftragt, den Radverkehr auf der Promenade durchgängiger zu führen und hierfür ein Querungskonzept unter Beachtung gesamtverkehrlicher und stadtgestalterischer Belange zu erarbeiten.
    2. Beginnend im Jahr 2019 sollen für die vier Querungen Am Kreuztor, Kanalstraße, Hörstertor und Salzstraße bauliche Maßnahmen zur Bevorrechtigung der Promenade umgesetzt werden.

    Begründung:

    Die Verkehrsbedeutung der Promenade wird künftig noch spürbar zunehmen, da sie den Ausgangs- bzw. Endpunkt aller 13 Velorouten bildet, die Münsters Innenstadt mit den Außenstadtteilen und den Umlandgemeinden verbinden werden.

    Hier aufgenommen, da mit massiven Auswirkungen auch für den Fußverkehr zu rechnen ist

    • Auf der Promenade selbst
    • Für den querenden Fußverkehr auf der Promenade
    • Für eine Mischnutzung der Promenade
    • Für den Naherholungswert der Promenade
    • Für den Fußverkehr an den bevorrechtigten Querungsstellen

    Radverkehr sollte dem Kfz Platz und Vorfahrt nehmen, den Fußverkehr jedoch nicht einschränken. Win-win entsteht beispielsweise an Fahrradstraßen, wenn ehemals Radwege jetzt dem Fußweg zugeschlagen werden. Kein Gewinn ist, wenn dafür die Kfz auf dem Fußweg parken dürfen (ganz oder aufgesattelt oder Rückbau der Radwege zu Parkplätzen). Doch wie sieht es an den Querungen aus, an denen der Fußweg heute über die Promenade hinüber durchgehend gepflastert ist? Dieser Schutzraum entfällt. Gibt es Kompensation?

    Der Servatiiplatz als Wegeverbindung zwischen Altstadt, Ostviertel und Bahnhofsviertel wird von der Öffentlichkeit stark frequentiert und als Verweilmöglichkeit genutzt. Ein Spielplatz grenzt an den Platz und eine Radwegeverbindung führt von der Promenade zur Eisenbahnstraße. Die Platzflächen um das Hochhaus und den Pavillon Servatiiplatz 7-9 sind dringend erneuerungsbedürftig und müssen grundsätzlich neu wieder hergestellt werden. Seit der erstmaligen Fertigstellung (1961) ist zwar das Hochhaus grundlegend renoviert worden, die Außenflächen jedoch nicht.


    Die Pflasterflächen sind in einem desolaten Zustand (s. Anlage 2). Die Oberflächenbefestigung ist nahezu vollständig abgängig. Die Pflasterflächen sind seit Jahren jeweils nur notdürftig in Stand gesetzt worden, um die Verkehrssicherheit einigermaßen zu gewährleisten. Die Möglichkeiten der Reparatur sind jedoch inzwischen erschöpft. Eine Komplettsanierung ist unausweichlich und muss dringend ausgeführt werden. In dem Zuge ist auch die Widmung als öffentliche Verkehrsfläche geboten.