Am 09.03.2020 beantragte die CDU-Fraktion in der Bezirksvertretung Münster-Hiltrup, die Verkehrssicherheit auf der Straße Am Dornbusch zwischen Pater-Kolbe-Straße und Böckenhorst zu erhöhen, die zulässige Höchstgeschwindigkeit auf 30 km/h zu senken und den mit ca. 120 cm eh schon sehr schmalen, gemeinsamen Geh- und Zweirichtungs(!)radweg ausschließlich als Gehweg auszuweisen.
Die Polizei Münster titelt ihre Meldung etwas anders, denn die StVO stellt das Recht der Kraftfahrenden auf schnelle Fahrt mit dem Kfz höher als das Recht von zu Fuß Gehenden auf körperliche Unversehrtheit.
Fußgänger stärker berücksichtigen
Fußgänger müssen in der Verkehrsplanung künftig eine wesentlich größere Rolle spielen. Für diese Forderung warben beim 3. Fußverkehrskongress am 21. Oktober 2020 übereinstimmend führende Politiker von Bund und Land beim Nationalen Fußverkehrskongress in Stuttgart. Das Kongressmotto lautete: „Jetzt Straßen für alle schaffen!“
Münster 07.10.2020 - Das Anliegen dieser Begehung war die Verkehrssicherheit für zu Fuß Gehende mit Blick auf Mobilitätseinschränkungen. Ziel war eine Schwachstellenanalyse und das Sammeln von Verbesserungsvorschlägen für den Fußverkehr. Start und Endpunkt war die Aa-Brücke an der Maximilianstraße.
Am Mittwoch (02. September) lud die FUSS e.V. Ortsgruppe Münster zu einem Fußverkehrs-Check ein. Auf dem ca. 60-minütigen Rundgang zwischen Warendorfer Straße und Staufenplatz wurde besonderer Augenmerk auf barrierefreies Gehen, ausreichende Breiten und auch das Wohlfühlen als Qualitätsmerkmal gelegt. Ein Schwerpunkt war das Queren der Warendorfer Straße.
Zur Vorbereitung wurde von Brigitte Fenner und Peter Döge ein Plan erstellt, der den Rundgang und die einzelnen zu betrachtenden Punkte…
Am 18. September fand auf der Wolbecker Straße zwischen Bremer Straße und Hansarring der Parking Day 2020 statt. Zahlreiche Initiativen forderten globale Klimagerechtigkeit, eine lokale Verkehrswende, ausreichend Platz, um auf Geh- und Radwegen den erforderlichen Mindestabstand einhalten zu können und gerechte Planungs- und Wohnungspolitik, indem die Utopie einer autobefreiten Stadt für einen Tag zur Wirklichkeit gemacht wurde.
Die FUSS e.V. Ortsgruppe Münster bezweifelt die Rechtmäßigkeit, seitens der die Stadt Münster das Gehwegparken pauschal duldet und eine Restgehwegbreite von einem Meter für ausreichend erklärt. Durch diese Vorgehensweise wird der zulässige Ermessensspielraum der Verwaltung überschritten und die Ordnungswidrigkeit „Gehwegparken“ zum Normalfall erhoben.
Die FUSS e.V. Ortsgruppe Münster traf sich am Mittwoch, den 5. August 2020, um 18.00 Uhr zu einem Ortstermin vor dem südlichen Torhaus (Neutor 1). Insgesamt waren 12 Personen anwesend, überwiegend Mitglieder der Ortsgruppe, aber auch interessierte Bürgerïnnen.
Im Blickfeld dieses Torhauses liegt die Kreuzung: Steinfurter Straße, Neutor, Wilhelmstraße und Lazarettstraße; ein stark befahrener, innerstädtischer Verkehrsknotenpunkt mit mehreren KFZ-spuren und höher liegenden Fahrradwegen.
Mobilität ist die Grundlage für Teilhabe am Leben, sei es um sich zu versorgen oder um andere Menschen zu treffen. Eine attraktive Gestaltung der Verkehrswege und Flächen für Fußgänger erhöht zudem die Lebensqualität. Diese darf sich nicht nur auf Zentren konzentrieren, die Bewegungsräume mit verschiedenen Mobilitätsangeboten müssen weiter gefasst werden.
Parkende Autos sind für Radfahrer ein weit größeres Sicherheitsproblem, als bisher bekannt und in der amtlichen Statistik sichtbar. Während offiziell nur fünf Prozent aller Unfälle mit verletzten Fußgängern und Radfahrern im Zusammenhang mit parkenden Kraftfahrzeugen stehen, ist es jedoch nach der neuen, vertiefenden Studie der Unfallforschung der Versicherer (UDV) mit 18 Prozent fast jeder Fünfte.
700 Teilnehmende dokumentierten Teilnehmenden auf dem AGFS-Kongress "Hauptsache Parken" am 27.02.2020 in der Messe Essen, dass "Parken" zu einem der wichtigsten Themen in der aktuellen Mobilitätsdebatte geworden ist.
Dass das Fahrrad-Gesetzt (FaG) den Zusatz Nahmobilität (FaNaG) erhielt ist dem Einsatz von Stakeholdern wie FUSS e.V. zu verdanken. Im Folgenden die Pressemitteilung aus dem Ministerium für Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen.
Gehwege und ihre Nutzung durch Fußgänger:innen unterliegen einem besonderen Spannungsfeld. Entgegen der Rechtslage und besseren Wissens der Behörden, werden Gehwege bundesweit zum Parken und Abstellen von Fahrzeugen, Mülltonnen, Schildern, Verteilerkästen und vielem mehr genutzt. Zum unbehinderten und sicheren Gehen bleibt immer weniger Raum.
Münster geht besser – unter diesem Motto trafen sich am Sonntag, 21.06.2020, acht Münsteranerinnen und Münsteraner zur Gründung einer FUSS e.V. Ortsgruppe Münster. Mit dabei Peter Struben, Sprecher Landesverband NRW FUSS e.V., den es sehr freute, dass der Fußverkehr nun auch in Münster mehr Beachtung und Aufmerksamkeit bekommen wird.
Wir wollen unsere Füße in die Türen stellen: bei Politik, Behörden und Medien. Wer zu Fuß geht, braucht breite Gehwege, sichere Querungen, angemessene Verkehrsregeln und Kampagnen, die diese bekannt machen. Wir gehen vor Ort und machen Münster lebendig.